Unter Staub blieb kein gemeinsames Land
Westernfilme und amerikanische Grenzgeschichte zwischen Verdrängung, Migration und Gewalt
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- Publisher
- epubli
- ISBN
- 9783565472741
About this book
Die Bilder des Wilden Westens gehören längst zum kulturellen Gedächtnis des 20. Jahrhunderts. Cowboys, Revolverhelden und endlose Landschaften prägten weltweit die Vorstellung von Freiheit und Abenteuer. Doch hinter dieser Erzählung verschwanden jene Menschen, deren Erfahrungen nicht in das nationale Selbstbild passten. Dieses Buch rekonstruiert die historische Wirklichkeit der amerikanischen Grenzregionen jenseits populärer Westernmythen. Im Mittelpunkt stehen indigene Gemeinschaften, afroamerikanische Arbeiter und Einwandererfamilien aus Europa und Asien, die unter den Folgen territorialer Expansion lebten. Der Homestead Act beschleunigte Landvergabe und Migration, verschärfte jedoch zugleich Konflikte um Besitzrechte, Ressourcen und politische Kontrolle. Anhand von Gerichtsakten, lokalen Chroniken und privaten Aufzeichnungen zeigt die Darstellung, wie eng wirtschaftliche Interessen und kulturelle Ausgrenzung miteinander verbunden waren. Während Hollywood und Groschenromane den Westen als Bühne individueller Helden stilisierten, entstand vor Ort eine Gesellschaft geprägt von Unsicherheit, Gewalt und sozialer Konkurrenz. So wird die Geschichte des amerikanischen Westens auch zur Geschichte einer Erinnerungskultur, die bestimmte Stimmen bewahrte und andere systematisch verdrängte.
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